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Brieftransport von Unterfranken nach Thüringen

 1. Rhöner Ziegenpost

Ein Beitrag von Matthias Reichel und Hanns Friedrich

Am Ende des Naturerlebnistages in Zella im September des vergangenen Jahres überlegten die Vorstandsmitglieder des Meininger Briefmarkensammlervereins e.V. „Wie können wir die philatelistische Attraktivität der kommenden Veranstaltung weiter erhöhen?“ Eine Sonder-postbeförderung ist immer ein zusätzlicher Anziehungspunkt. Aber was für Eine?

Irgendwie müssen wir die Verbindung zu den Naturerlebnistagen herstellen.

Viele lächelten als die Idee der „Ersten Rhöner Ziegenpost“ geboren wurde.

Als nächstes legten wir die Beförderungsstrecke fest. Klar war Stedtlingen in Südthüringen und der Thüringischen Rhön, weil dort die diesjährigen Naturerlebnistage stattfanden.

Lasst uns doch einen Ort in der Bayerischen Rhön auswählen und warum nicht den nördlichsten Ort Bayerns also Weimarschmieden. Der Gemeinderat von Weimarschmieden (Unterfranken ein Ortsteil von Fladungen) war von den Vorschlag begeistert und stellte den Gemeinschaftsraum des Ortes für die Außenstelle der Sonderpostfiliale Stedtlingen zur Verfügung. Nun musste nur noch eine passende Ziege gefunden werden. Wenn möglich eine Thüringer Waldziege und diese gab es im Suhler Tierpark.

Nun kann sie starten unsere „Erste Rhöner Ziegenpost“ und am Sonntag, dem 3. Juli 2011, war es dann so weit, eine Ziege hat am Sonntag zwischen den beiden Orten Weimar-schmieden (Unterfranken) und Stedtlingen (Thüringen) Post befördert. Sie trug eine Satteltasche voller Briefe auf ihrem Rücken. Zu der ungewöhnlichen Aktion gab es einen Sonderumschlag mit Klischeestempel und eine Sonderpostfiliale.

Die sechsjährige Ziege Paula aus dem Tierpark in Suhl war dann die Hauptattraktion. Das Tier machte sich mit seiner Pflegerin Kathrin Fuchs auf den Weg, "Wir haben sicherheits-halber vorher geübt. Drei bis fünfmal sind wir durch den Tierpark gelaufen, auch außerhalb des Tierparks und es klappte wunderbar", erklärte Kathrin Fuchs.

Die Post, die Paula trug, setzte sich aus Umschlägen mit Paulas Konterfei zusammen. Zugelassen zu dieser Sonderpostbeförderung waren nur Karten und Umschläge, welche aus Anlass der Naturerlebnistage in Stedtlingen aufgelegt wurden.

Diese Briefe und Karten sind zuvor im Gemeinschaftsraum in Weimarschmieden mit einem grünen Klischeestempel, von Sammlerfreunden aus Bad Neustadt abgestempelt worden und in Stedtlingen erhielten diese einem Sonderstempel, bevor sie die Reise in die ganze Welt antraten. Die Unterstützung von Sammlerfreunden aus Bad Neustadt an dieser Veranstaltung, soll ein Start von freundschaftlichen Verbindungen zwischen dem Meininger Briefmarken-sammlerverein und dem Verein der Briefmarkenfreunde Bad Neustadt a.d. Saale darstellen, welche man perspektivisch weiter ausbauen möchte.

Knapp 15 Kilometer liegen zwischen den beiden Ortschaften. Die Strecke hätte Paula wohl bewältigt, aber entsprechend Zeit gebraucht. Deshalb stand kurz nach dem Ortsausgang von Weimarschmieden ein Geländewagen samt Anhänger bereit, in welchem die Ziege bis vor die Tore von Stedtlingen gefahren wurde. Dort war man gespannt auf die Ziegenpost aus dem unterfränkischen Weimarschmieden. Jede Menge Schaulustige erwarteten die Ankunft der Boten-Ziege. Paula war ein gefragtes Foto-Motiv.

Paula blieb bei dem ganzen Rummel und Trubel, der um sie veranstaltet wurde, erstaunlich gelassen. "Die Paula, finde ich, die macht das doch ganz gut. Die steht wie eine Eins", bemerkte Pflegerin Kathrin Fuchs anerkennend und fügte hinzu: "Also ich muss sagen: Aufgeregter ist sie jetzt schon."

Insgesamt waren alle voll des Lobes für den Vierbeiner und der Idee „Erste Rhöner Ziegenpost“. Die Zielstellung die Naturerlebnistage weiter philatelistisch aufzuwerten, ist mehr als gelungen und es wird sicherlich mit dem Suhler Tierpark eine „Zweite Rhöner Ziegenpost“ geben.

Weitere Informationen über Matthias Reichel, Wohnpark 2 in 98639 Rippershausen.

 75 Jahre Briefmarken-Sammlerverein Zella-Mehlis e.V. und 120 Jahre Schützenvereinigung-Schützenklub Zella-Mehlis

Anläßlich 75 Jahre Briefmarken-Sammlerverein Zella-Mehlis e.V. und 120 Jahre Schützenvereinigung-Schützenklub Zella-Mehlis gibt es eine Sonderkarte Plus-Inviduell. Im Markenbild „Gotthilf Albert Sterzing“, Gründer des Deutschen Schützenbundes (1861) und Sohn der Stadt Zella-Mehlis.

Brief

Bestellungen an Frau Edwicka Mehl, Ernst-Haeckel-Str.59, 98544 Zella-Mehlis. Preis pro Karte 1,50 € plus 0,50 € Bearbeitungsgebühr.
Alle Bestellungen werden am 4.September 2011 mit dem abgebildeten Sonderstempel versehen, mit Besteller-Anschrift adressiert und auf dem Postwege zugesandt.

Stempel

 Festschrift "75 Jahre Tag der Briefmarke" aus Jena

PETER PUFF, Jena

Die von Melchior Lemke in den Verbandsnachrichten 2/2011 bereits angekündigte zentrale Veranstaltung des Landesverbandes Thüringer Philatelisten e. V. am 8.10. 2011 in Jena mit interessanter Ausstellung, Börse und Sonderpostamt wurde zu einem Höhepunkt des philatelistischen Lebens. Unter dem Sammelthema "75 Jahre Tag der Briefmarke" fand ein Vortrag von Walter Hörichs, bebildert mit farbenprächtigen Belegen von Burkhardt Riese, besondere Beachtung.

 Die Ereignisse seit der ersten Thüposta 1936 zusammenfassend, gaben die JENAer PHILATELISTEN e. V. auch eine Festschrift heraus, die über den gesamten Inhalt hinweg farbig gestaltet ist. Der Hauptartikel von Burkardt Riese enthält 59 Abbildungen historischer Ansichts-Postkarten aller thüringischen Berg-, Burg- und Waldgemeinden. Unter diesem Begriff hatte sich in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein "Bund Thüringer Waldgemeinschaften" zusammengeschlossen. Die schönsten Ausflugsziele und Schankwirtschaften auf den Höhen waren für die Bevölkerung zum Ziel von Einkehr und freizeitlicher Betätigung geworden, und die Landpostboten fügten sich den Sitten und bezogen die Briefkästen auf den Berggaststätten in ihre täglichen Runden mit ein. Vereinzelte offizielle Poststempel, zum Beispiel auf der Wartburg, vor allem aber die Abstempelungen der Wirte auf ihren Ansichtskarten  verbanden die Berggasthäuser mit der Post.

Ein anderer Artikel der Festschrift beschreibt speziell die Beziehungen der Post zu den Ausflugsgaststätten sowie zum Brückenbau über die Saale bei Jena. Weitere Themen beschäftigen sich mit der Entstehung des Tags der Briefmarke sowie mit dem 70. Jahrestag der Einführung der Postleitzahlen.

Die Festschrift (4,- €) sowie zwei unterschiedliche Belege (Ganzsache und Sonderumschlag mit Sonderstempel, je 2,50) sind zu beziehen über Dr. Peter Puff, Dornburger Straße 136, 07743 Jena (ppuffjena@t-online.de).

 55 Jahre Briefmarken und Münzen

Der „Verein der Briefmarken- und Münzfreunde Weißensee“ und die Stadt Weißensee haben zum 1.11.2011 gemeinsam eine Sondermarke und einen Sonderumschlag herausgegeben. Im Mai 2012 zu Pfingsten feiert die Stadt Weißensee den 800. Jahrestag seiner urkundlichen Ersterwähnung als Stadt.

Aber auch die Philatelisten und Numismatiker haben Grund zum Feiern. Der Verein kann auf eine 55-jährige, erfolgreiche Geschichte zurückblicken.

Aus diesem Anlass präsentierten Verein und Stadt im Festsaal des Rathauses gemeinsam Marke und Umschlag der Öffentlichkeit. Im Rahmen der Arbeitsteilung stellte die Stadt Logistik und Vorfinanzierung sicher, während die Briefmarken- und Münzfreunde die fachliche Seite, Inhalt, den Kontakt zur Post und die bürokratischen Erledigungen übernahmen. Bürgermeister und Vertreter des „Vereins der Briefmarken- und Münzfreunde Weißensee“  würdigten die gelungene Sonderausgabe und gaben einen Einblick in den persönlichen Aufwand sowie die Mühen, die ein solches Vorhaben bereitet. Der aus Weißensee stammende Grafiker Gerd Haubner, Erfurt zeichnete für die künstlerische Gestaltung der Marke verantwortlich. 

800 Jahre Weissensee - Sonderumschlag

800 Jahre Weissensee - Somdermarke

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Beide Exponate sind gestalterisch sehr ansprechend und einerseits wichtiger Bestandteil der Popularisierung der Feierlichkeiten der Stadt, werden aber in Vorbereitung der 55. Wiederkehr der Gründung des Briefmarkenvereins Weißensee für den Verein ebenfalls neue Impulse geben.

Aus diesem Grund hat der Verein für seine Mitglieder und mit ihm verbundene Bürger im Januar 2012 eine weitere Sondermarke zum 55. Jubiläum ebenfalls mit Sonderumschlag herausgegeben.

Weiterhin wird es in der Festwoche, am 26.5.2012 von 10:00 bis 15:00 Uhr ein Sonderpostamt und einen Sonderstempel geben.

Eine weitere Sondermarke und einen Sonderumschlag hat die Stadt Weißensee für eigene Postsendungen kreiert und verwendet sie seit Dezember 2011.

Verein der Briefmarken- und Münzfreunde Weißensee e.V.

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